Masterstudiengang Kunstgeschichte und Bildtheorie

MSG-Fachbeschrieb

Seit dem Herbstsemester 2012 erlaubt der neu eingerichtete  Masterstudiengang Kunstgeschichte und Bildtheorie eine vollständige Fokussierung auf das Fach Kunstgeschichte und seine theoretischen Grundlagen. Im Unterschied zum Masterstudienfach erlaubt der Masterstudiengang einerseits eine vertiefte Ausbildung in der Breite des Faches und andererseits eine Spezialisierung auf ausgewählten Gebieten. Dafür werden vier verschiedene Vertiefungsbereiche angeboten, die eine besondere Qualifizierung für spezifische Berufsfelder erlauben.

Mittelalter und Mittelalterrezeption

Das Studium mit der Vertiefung Mittelalter und Mittelalterrezeption bietet einen substantiellen Einblick in die komplexen und gesamteuropäischen Phänomene einer Kunstgeschichte des Mittelalters. Dabei wird das Mittelalter als eine historische Epoche  behandelt, die ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart (z.B. Mittelalter im Film) zeigt. Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Vertiefungsbereich liegt in der Kunst des byzantinischen Kulturraums.

Frühe Neuzeit

Das Studium mit der Vertiefung Frühe Neuzeit bietet einen umfassenden Einblick in die komplexen und bedeutenden Jahrhunderte der Kunstgeschichte von den europäischen Renaissancen bis weit in das 18. Jahrhundert. Die Ziele dieser Vertiefung sind vielfältig und reichen von einer fundierten Kenntnis der unterschiedlichen Gattungen wie Malerei, Architektur, Skulptur und Kunsthandwerk bis hin zum souveränen Umgang mit historischen, geistesgeschichtlichen und kulturellen Kontexten der bildenden Künste in dieser Zeitspanne sowie ihrer bildtheoretischen Reflexion.

Moderne

Das Masterstudium mit Vertiefung Moderne bietet eine historisch und medial vielfältige, theoretisch wie auch praktisch fundierte Auseinandersetzung mit der europäischen und europäisch geprägten Kunstgeschichte vom späten 18. Jahrhundert bis in die globale Gegenwart. Das Ziel des Studiengangs ist die Ausbildung einer generellen Kompetenz auf dem Gebiet der modernen und zeitgenössischen Kunst. Durch breit abgestützte Kenntnisse, der Fähigkeit zu begrifflich präziser Arbeit und zusätzlich erworbenen praktischen Erfahrungen sind die AbsolventInnen des Kunsthistorischen Seminars für die unterschiedlichsten Aufgaben in Wissenschaft, Museen, Ausstellungswesen, Kunstmarkt, Publizistik, Kunstvermittlung und in verwandten Tätigkeitsbereichen qualifizier..

Bildtheorie und Bildgeschichte

Mit der Frage „Was ist ein Bild?“ hat das Fach Kunstgeschichte seit den Neunzigerjahren neue Akzente gesetzt. Im Masterstudiengang mit Vertiefung Bildtheorie und Bildgeschichte geht es darum, die vielfältigen Funktionsweisen von Bildern in unterschiedlichen historischen, kulturellen und wissenschaftlichen Kontexten zu erarbeiten. Es bietet dabei eine Bandbreite an theoretischen, systematischen und historischen Themenfeldern, wobei auch die Methodenreflexion eine wichtige Rolle spielt. Dieser Studienschwerpunkt besteht in enger Kooperationen mit dem Nationalen Forschungsschwerpunkt eikones/Bildkritik.

Als Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudiengang  Kunstgeschichte und Bildtheorie gilt der Nachweis eines BA-Grades im Studienfach Kunstgeschichte der Universität Basel oder eine gleichwertige Studienleistung im Umfang von 60 KP in der Studienrichtung Kunstgeschichte einer von der Universität Basel anerkannten Hochschule.

Der Masterstudiengang Kunstgeschichte und Bildtheorie erfordert Studienleistungen im Umfang von 120 KP. Davon werden 32 KP im allgemeinen Studienbereich (Module A, B, C) erbracht und je 14 KP in einem der frei wählbaren Vertiefungsbereiche sowie dem Wahlbereich. Dazu kommt ein Komplementärer Bereich mit frei wählbaren Veranstaltungen aus dem Angebot der Philosophisch-Historischen Fakultät (20 KP). Die Masterphase umfasst eine schriftliche Masterarbeit (30 KP) und eine mündliche Prüfung im Fach Kunstgeschichte (10 KP).

Die schriftliche Masterarbeit kann auch in englischer Sprache verfasst werden.

Die mündliche Prüfung im Masterstudiengang Kunstgeschichte und Bildtheorie besteht aus zwei mündlichen Teilprüfungen zu jeweils 60 Minuten. Die Prüfungsthemen werden mit den Prüfenden vereinbart. Die erste Teilprüfung bezieht sich auf das gewählte Profil (Mittelalter und Mittelalterrezeption, Frühe Neuzeit, Moderne oder Bildtheorie und Bildgeschichte). Sie kann sich zusätzlich auf das Thema der Masterarbeit beziehen. Die zweite Teilprüfung bezieht sich auf allgemeine Kunstgeschichte unter Berücksichtigung der Epochen Mittelalter, Frühe Neuzeit und Moderne, und der Gattungen der Kunstgeschichte (Malerei, Skulptur, Architektur) sowie theoretische Fragestellungen.

MSG-Studienplan/Modulübersicht