Basler Renaissancekolloquium

Das Basler Renaissancekolloquium wird – getragen vom Historischen Seminar (Susanna Burghartz, Lucas Burkart) und vom Kunsthistorischen Seminar (Andreas Beyer) – als interdisziplinäres Kolloquium im Rahmen der «Graduate School of History - Basel» veranstaltet.

Das Kolloquium wurde 2005 auf Initiative von Susanna Burghartz, Achatz von Müller und Andreas Beyer an der Universität Basel als überregional ausgerichtetes Diskussionsforum eingerichtet. Es bietet mit zwei thematisch ausgerichteten Veranstaltungen pro Semester Gelegenheit zum interdisziplinären Gespräch zwischen allen Disziplinen, die an historischen Transformationsprozessen, Fragen der Traditionsbildung und an der Konstruktion historischer Typologien interessiert sind.

Im Zentrum unseres Interesses steht die Renaissance als doppelgesichtiger Projektionsraum: Als Epochenkonzept wie als Reflexionskategorie, als Zeitraum, in dem wir den Beginn der Moderne lokalisieren und zugleich seine ständig wachsende Fremdheit konstatieren, aber auch als Chance, die für die historischen Wissenschaften zentrale Epochengrenze zwischen Mittelalter und Neuzeit zu dynamisieren. Aus materiellen wie wissenschaftsgeschichtlichen Gründen liegt dabei für Basel eine Fokussierung auf das 14. bis 17. Jahrhundert nahe.

Archiv

Weitere Informationen

Archiv für Schweizerische Kunstgeschichte

Das Archiv für schweizerische Kunstgeschichte ist ein der Universität angegliedertes Institut und gehört zum Universitätsgut. Es hat die Aufgabe, das zum Studium der einheimischen Kunst notwendige Material zu sammeln und der Forschung in übersichtlicher Ordnung zur Verfügung zu stellen.

Die Bestände des Archivs umfassen:

  • Abbildungen nach Kunstdenkmälern, Werken der Malerei, der Plastik und des Kunstgewerbes aus alter und neuer Zeit
  • Vergleichsmaterial aus den benachbarten Gebieten
  • Die Literatur zur schweizerischen Kunstgeschichte als Präsenzbibliothek
  • Projektionsbilder

Das Archiv befindet sich im Kunsthistorischen Seminar und ist während des Semesters für Studentinnen und Studenten der Kunstwissenschaft sowie weitere Interessenten unter der Woche von 8–12 und 14–18 Uhr geöffnet, während der Universitätsferien jedoch nur nach vorheriger Anmeldung.  

Bilderfahrzeuge. Aby Warburg's Legacy and the Future of Iconology

Der interdisziplinär ausgerichtete, in Basel (Kunsthistorisches Seminar), Berlin (Humboldt-Universität), Florenz (Kunsthistorisches Institut), Hamburg (Warburg-Haus), London (Warburg Institute) und Paris (Deutsches Forum für Kunstgeschichte) situierte Forschungsverbund „Bilderfahrzeuge. Aby Warburg’s Legacy and the Future of Iconology“ rekurriert auf den durch den deutschen Kunst-und Kulturhistoriker Aby Warburg geprägten Begriff des "Bilderfahrzeuges", mit dem dieser sich in der bildenden Kunst formal artikulierende Kotinuitäten zwischen Antike und Renaissance aufzuspüren und zu fassen suchte. Mit seinem berühmten Bilderatlas war es Warburg gelungen, diese durch Zeit und Raum hinweg mobilen Phänomene zu visualisieren und nachvollziehbar zu machen.

Mit Warburgs wohl bekanntestem Schüler Erwin Panofsky verbunden, erweist sich dessen Ikonologie gleichsam als Ausgangspunkt einer neuen, genuin transkulturellen und transepochalen intellektuellen Methode zur Erforschung einer Bildgeschichte, die auch aufgrund der das heutige Leben prägenden visuelle Kultur ihre Bedeutung gesteigert sieht. In diesem Zusammenhang besteht das Ziel in der Erforschung der Wanderung von Bildern, Objekten, Gütern, Texten und Ideen in einem weiten historischen und geografischen Kontext. Die Sprecherfunktion des Forschungsverbundes hat Prof. Dr. Andreas Beyer (Basel) inne. (Vgl. www.http://iconology/hypotheses.org/).

eikones Nationaler Forschungsschwerpunkt (NFS) Bildkritik (2005-2017)

Der Nationale Forschungsschwerpunkt "Bildkritik" (eikones) befasst sich mit einer der grossen kulturellen, sozialen und wissenschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart: der Macht und Bedeutung von Bildern. Die digitale Revolution hat eine bildgestützte Gesellschaft hervorgebracht. In noch nie da gewesener Weise benützen wir Bilder für die universelle Kommunikation und als Instrumente der Forschung und Wissensvermittlung. Das Wissen um Besonderheiten, Funktion und Macht der Bilder hat mit dieser Entwicklung jedoch nicht Schritt gehalten. eikones schliesst diese Lücke und schenkt ihnen die Aufmerksamkeit, die sie verdiene  – eine Aufmerksamkeit, die der Sprache schon seit Jahrhunderten zukommt.