Abschlusstagung eikones NFS Bildkritik: Bild und Freiheit, Schaulager

14.09.2017 bis 15.09.2017

Wie in Bildern Freiheit symbolisiert wird, gilt als Forschungsfrage der politischen Ikonographie, auf welche Weise Bilder selbst Freiheit schaffen, hingegen als Thema von Anthropologie und Ästhetik. Jene untersucht die Konventionen, die zur bildhaften Kommunikation wechselnder politischer Auffassungen von Freiheit entwickelt und tradiert wurden. Diese widmen sich der Distanz, dem Spiel oder dem Schein als gemeinsamen Dimensionen von menschlicher Freiheit und Bildgebrauch.
Wir gehen von der Vermutung aus, dass zwischen diesen beiden unterschiedlichen Beziehungen von Bild und Freiheit - den Bildern der Freiheit einerseits, der Freiheit der Bilder andererseits - ebenso tiefgehende wie aktuelle Beziehungen und Wechselwirkungen bestehen. Sie treten allerdings nur in den Blick, wenn man, anstatt ikonographische Reihen und Ähnlichkeiten zurückzuverfolgen, zum einen auf die besonderen bildhistorischen Umstände achtet, unter denen das Herstellen, Betrachten, Teilen, Bewahren oder auch Zerstören von Bildern in Hinblick auf einen bestimmten Begriff der Freiheit bedeutsam wird, und zum anderen die bildtheoretischen Hintergründe dieser historisch spezifischen Begriffskonstellationen von Bild und Freiheit auf ihre systematischen Zusammenhänge überprüft.


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